<% DIM vGebDatum DIM vGebZeit DIM vGebOrt DIM vGebLand DIM vBeschreibung DIM vTitel DIM vCat vGebDatum = " 30.3.1906" vGebZeit = "14h30" vGebOrt = "Sirmione" vGebLand = "I" vBeschreibung = "Karmalehre: Welt, Angst und Krankheit.
Hellmut Wolff
Die Karmalehre besagt, dass alle Daseinszustände und alle Erscheinungen zuerst in der Gedankenwelt wirksam werden, Die Art der Gedanken eines Menschen' sind also bestimmend für seine Worte und seine Werke. Die Gedanken verbinden sich mit der Tat durch den Willen, denn Wille und Tat gehören zusammen. Der Wille ist aber abhängig von der Liebe, denn was ein Mensch liebt, das will er. Es gibt auch das Gegenteil der Liebe, den Hass, der aber nur eine Liebe mit umgekehrten Vorzeichen ist. Die Gedanken, in deren Hintergrund irgendeine Art von Liebe stehen, bestimmen ihrer Art gemäss nicht nur die Worte und Werke des Menschen sondern auch seine Daseinszustände.

Man könnte die Daseinszustände und Daseinsfaktbren gemäss der buddhistischen Lehre in zwei grosse Gruppen teilen: in die vergängliche und in die unvergängliche. Dabei heisst es, dass es eine Unzahl vergänglicher, aber nur einen einzig unvergänglichen Daseinszustand gibt. Dieser eine unvergängliche Daseins zustand ist derjenige der Gesundheit.

Das Wort Gesundheit kommt von Gesonntheit und bedeutet, dass der Mensch, der gesund ist, den Zugang zu seiner inneren Sonne, das heisst zu seinem inneren Lichte gefunden hat. Er ist erlichtet oder erleuchtet, was ja auch der Ausdruck Buddha besagen will. In diesem Zustand hat der Mensch Gott in sich selbst gefunden und vermag in unentwegter Wandlung und Verwandlung leidlos zu bleiben, weil er ja im Hause des Vaters wohnt, in dem von Christus die Wohnstätte bereitet ist. Hier ist er allen vergänglichen Erscheinungswelten, und, auch seiner eigenen vergänglichen Erscheinung gegenüber, in einer unbedingten Freiheit und so mit auch in einem Frohsein. (Evangelium)

Dort aber, wo der Mensch in seinen Gedanken, in seiner Liebe und in seinem Willen noch an den vergänglichen Erscheinungen haftet, ist er in dem Zustand der Angst. Angst kommt von dem lateinischen Wort angina, das Enge bedeutet. Er lebt in der beständigen Angst des Verlustes all dessen, woran er seine Liebe, seinen Willen und seine Gedanken verhaftet hat. Daraus entsteht das Haften am Zeitgefühl, die Pein um die Vergangenheit, die Sorge um die Zukunft, welche diesem Menschen den Zugang zu der Erfüllung der Gegenwart, und damit auch zu der Quelle des ständig zuströmenden Lebens, versperrt. Das, was in den kümmerlichen Gegenwartsmomenten noch an Resten von Leben zusickert, reicht nicht aus um die Gesundheit und das volle Lebensgefühl aufrecht zu erhalten.

Alle Stimulantien, die sich der Mensch dann schafft um sich ein starkes Lebensgefühl vorzugaukeln, tragen die Fragwürdigkeit der Welt an sich, Denn die Welt, die sich der Mensch schafft um sich mit ihr anderen Welten zu verbinden, besteht ausschliesslich aus den Faszinationen der Reize und Stimulantien und über lässt schliesslich den Menschen seiner Pein. Hier also ist der Mensch krank. Die Aussichtslosigkeit des Kreislaufes im Karma und in der Welt des Menschen haben die antiken Völker erkannt, sodass ein einziger Hilfeschrei die Notwendigkeit des Christus herbeiführte.
Da sagt nun Paulus also hat Gott die Welt geliebet“, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, errettet würden und das ewige Leben haben. Der Christus ist der unmittelbare Gedanke, ist die erste Liebe und ist der liebste Wille des himmlischen Vaters. Diese stehen dem kranken Menschen, dem- angstvollem und weltverhafteten in seiner grössten Pein zur Verfügung, auf dass er errettet wird zu seinem eigenen inneren Licht, zu Christus sol, zu der Sonne, die einmal die Quelle der Gesundheit in der zweiten Schöpfung sein wird.

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