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Das Astro-Lexikon
und Signifikatorenverzeichnis

von
Siegfried Schmid
© 2000-2026 Siegfried Schmid
ein Gratisdienst der Astro-Sesam Zürich
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Artikel des Tages
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| ASPEKTE: |
| Es gilt die Devise: Lieber ein schlechter Aspekt als keiner. Was sagt die klassische Astrologie zu Aspekten? Ein Aspekt ist der Anblick zweier Gestirne oder die Beziehung zweier Planeten zueinander. Man unterscheidet ex. oder pl. [exakt oder plaktisch] (genaue oder ungenaue) Aspekte. Zur Aspektforschung vergleiche, auch ORBISTABELLE. Aspekte, Konfigurationen, bezeichnen mit Berücksichtigung des „Astrologischen Wirkungskreises“ (Orbis) bestimmte Stellungen der Planeten, des Mondes, der Sonne, gewisser Fixsterne, des aufsteigenden und niedersteigenden Knotens der Mondbahn zueinander. Es gibt die Major Aspekte (die grossen Aspekte) und die Mineur Aspekte (die kleinen Aspekte).
Sogenannte abgelöste Gestirne, solche welche keine Aspekte bekommen, sind eher selten, wenn man die kleinen Aspekte mitberücksichtigt (was leider viele Schulen nicht tun). Bei den werdenden (applikativen), Aspekten ist die Toleranzmarge (Orbis) grösser zu nehmen als bei seperativen. Die werdenden Aspekte haben mit Lernaufgaben in dieser Inkarnation zu tun. Die abnehmenden (separativen) weisen darauf hin, dass man in dieser Inkarnation noch ausplampende Restempfindungen der betreffenden Gestirne erfahren muss.
Achtung Symbole nicht in der Reihenfolge xxxxxwird später angefügt xxxxxxxxxxx
Hier die Aspekte in der Graddistanzreihen Folge. Die gebräuchlichsten sind in Fett
Symbol Aspektdistanz
Konjunktion (0°)
Halbsextil (Confinis) (30°)
Undecil (32,7°)
Decil (36°)
Nonil (40°)
Halbquadrat (45°)
Septil (51,4°)
Sextil (60°)
Ouintil (72°)
Binonil (80°)
Quadrat (90°)
Tridecil (108°)
Trigon (120°)
Anderthalbquadrat (135°)
Biquintil (144°)
Quinkunx (150°)
Quadrononil (160°)
Opposition (180°)
Diese Aspekte und Ihre Zeichen sind: Die grossen Aspekte (Majeuraspekte)
Konjunktion = (Zusammenkunft) im engeren Sinne zu verstehen, wenn die Gestirne innerhalb 0-10°, werdend (Applikativ) beieinander stehen. Separativ sollte die Marge kleiner sein. (→ Orbistabelle. Die Toleranzmarchen werden je nach Schule unterschiedlich gehandhabt) Plaktisch, im erweiterten Sinne, wenn sie innerhalb des gleichen Zeichens stehen. Wirkung: je nach der Natur der Gestirne, bei guten das Gute, bei bösen das Böse verstärkend. Wird eine Konjunktion durch eine Zeichenspitze oder Häuserspitze geteilt, so bedeutet dies, dass die Konjunktion nicht nur zwei verschiedene Gestirnsenergien zusammenführt, sondern auch noch jene von zwei Zeichen oder Häusern. Diese Art von Konjunktion ist schwieriger zu deuten. Die applikative Konjunktion ist auch dann wesentlich stärker (applikativ) als die separative.
Opposition: (Gegenschein) Im engeren Sinne, wenn die Gestirne 18° voneinander stehen. Plaktisch, im erweiterten Sinne, wenn zwischen den Zeichen, in denen die Gestirne stehen, 6 Tierkreiszeichen liegen. Wirkung: anreizend, belebend, Tendenz ungünstig.
Trigonalschein = (Gedrittschein) Trigon im engeren Sinne, wenn die Gestirne 120 voneinander stehen, wenn zwischen den beiden Gestirnen 4 Tierkreiszeichen stehen. Plaktisch, im erweiterten Sinne, wenn zwischen den Zeichen, in denen die Gestirne stehen (das wäre dann ein separativer Orbis), drei Tierkreiszeichen liegen. Wirkung: sehr günstig.
Quadratur = (Geviertschein) Quadrat im engeren Sinne, wenn die Gestirne 90 voneinander stehen, plaktisch, im erweiterten Sinne, wenn zwischen den Zeichen, in denen die Gestirne stehen, 2 Zeichen liegen. Wirkung: ungünstig.
Sextil Sexstilis = (Gesechstschein) Sextil im engeren Sinne, wenn die Gestirne 60 voneinander stehen. plaktisch, im erweiterten Sinne, wenn zwischen den Zeichen, in denen die Gestirne stehen, 1 Zeichen liegt. Wirkung: günstig.
Von Kepler und von neuzeitlichen Astrologen wurden zu diesen altbekannten Aspekten noch weitere hinzugefügt, die aber bei den meisten praktizierenden Astrologen der Neuzeit wenig Beachtung finden. (Es gibt Unternehmen, welche bei Ihren verkauften Radixzeichnungen diese kleinen Aspekte nicht einzeichnen lassen)
Dann gibt es noch die Möglichkeit, besser gesagt die Bezeichnung Parallel = „Parallelschein“. Diese sind: Parallel „p“, unter diesem Aspekt, wird die gleiche Entfernung (gleichzeitige und unabhängig von der Länge) der Gestirne vom Äquator verstanden. Die modernen Computerprogramme zeigen den Parallelschein nicht an.
Man nennt diese die kleinen Aspekte (Mineuraspekte)
Semisextil, = halbes Sextil, also auf 3° Entfernung der Gestirne voneinander. Nur mit kleinem Orbis 1° wirklich wirksam. Wirkung: je nach Planeteneigenschaften zu deuten. Tendenz positiv.
Nonagon, = ein Abstand der Gestirne von 40°. = der 9. Teil des Kreises von 360°
Semiquadrat, = (Halbquadrat) L, Abstand 45°.
Quintil, = (Fünftelschein), Abstand 72°.
Sesquiquintil, = (Anderthalbfünftel), Abstand 108°.
Sesquiquadrat, = (Anderthalbquadrat) SQ, Abstand 135°.
Biquintil, = (Zweifünftelschein), Abstand 144°.
Quincuns, = (Fünfzwölftelschein) A, Abstand 150°.
Unter Mundanaspekten versteht man das gegenseitige Anblicken der Gestirne aus den Häusern des Horoskopes unter Ausserachtlassung der Tierkreiszeichen, so dass, wenn Gestirne im gleichen Haus stehen (auch wenn sie dabei in verschiedenen Tierkreiszeichen sind), sie sich in mundaner Konjunktion befinden. Liegen zwischen den Häusern, in denen die Gestirne stehen, drei Häuser, so blicken sich die Gestirne in mundanen Trigonalschein an. Liegen zwei Häuser dazwischen, dann in mundener Quadratur. Liegt ein Haus dazwischen, dann in mundanem Sextil. Die Mundanaspekt-Theorie, die angeblich von Placidus stammen soll, wird von praktischen Astrologen bei Gebeborenen (Nativitäten) wenig berücksichtigt. |
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